Technologie

HighSpeed mit Glasfaser: Der Turbo fürs Internet

Egal ob Streaming auf dem Sofa, Home Office oder Cloud-Computing: Firmen und Privatleute sind mehr denn je auf schnelles Internet angewiesen – und der Bandbreitenbedarf steigt immer weiter. Eine Glasfaserleitung bis in die Wohnung (FTTH) garantiert hohe Übertragungsraten und kurze Latenzzeiten – DSL hat dagegen keine Chance.

Glasfaser senden optische Signale und erreichen so Höchstgeschwindigkeit

Glasfaser senden optische Signale und erreichen so Höchstgeschwindigkeiten.

HighSpeed-Internet und Bandbreite satt: Zu Hause und am Arbeitsplatz kommt man nicht mehr ohne schnelles Internet aus, weil immer mehr Prozesse digitalisiert werden. Die zukunftssicherste Lösung für mehr Internetspeed lautet: Glasfaser. Denn Glasfasernetze zeichnen sich durch enorm hohe Übertragungsraten aus. Dafür verantwortlich sind Glasfasern (Fibre), die Informationen in Form von Lichtwellen transportieren und damit eine extrem störungsarme Übertragung ermöglichen.  

Klassisches DSL, das über die Telefonleitung ins Haus kommt, hat dagegen keine Chance. Denn in den doppeladrigen Kupferleitungen werden die Signale elektronisch übertragen und sind dadurch störungsanfälliger, die Latenzzeiten – die Übertragungszeit – sind deutlich höher und haben eine geringere Datenrate pro Sekunde.  

Bei DSL und auch beim Nachfolger VDSL hängt die Signalstärke davon ab, wie weit der Anschluss vom Verteilerkasten entfernt ist. Je größer die Entfernung, desto geringer wird die Performance. Bis zu 70 Prozent verliert die Übertragung an Geschwindigkeit. Die Übertragungsraten sind mit bis zu 100 Mbit/s von vornherein deutlich niedriger als bei einem Glasfaseranschluss. Garantierte Gigabit-Geschwindigkeiten im Internet sind damit unmöglich.  

Ein klarer Vorteil für Glasfaser: Auch bei größten Distanzen und Datenmengen bleibt die übermittelte Datenrate auf konstant hohem Niveau. Und zwar in beide Richtungen, da die symmetrische Bandbreite Upload- und Download-Geschwindigkeiten mit mehreren Gbit/s zur Verfügung stellt. Glasfaser ist nahezu ohne Limit skalierbar und kann an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden.

Glasfaseranschluss bis in die Wohnung (FTTH)

Mieter wollen in Hochgeschwindigkeit Daten übertragen, Streamen oder Computerspiele spielen? Das ist kein Problem, wenn die Glasfaser bis ins Gebäude reicht. Mit Fibre-to-the-Home (FTTH) ist die volle Bandbreite im Upload und Download reserviert. Dann spielt es auch keine Rolle, ob zu Stoßzeiten alle ins Netz wollen oder der Nachbar viel Bandbreite verbraucht. So ist FTTH ist eine schnelle und zukunftssichere Lösung – die Unitymedia selbstverständlich bietet. Gerade bei Neubauten lohnt es sich deshalb für Bauherren, Glasfaser im Gebäude zu verlegen – es ist mit Sicherheit eine Investition in die Zukunft.  

Wer hingegen über Bestandsimmobilien verfügt und hohe Modernisierungskosten scheut, ist mit der Coax-Glasfasertechnologie gut beraten: Dabei reichen Glasfaserkabel bis zum Verteilerkasten (FTTC) oder bis in den Keller von Gebäuden (FTTB). Der Rest der Strecke wird mit bereits vorhandenen Koaxialkabeln aus Kupfer zurückgelegt. Auf Internet in High Speed muss man dabei nicht verzichten: Der Übertragungsstandard DOCSIS sorgt für Datenübertragung in Gigabitgeschwindigkeit.  

Firmen verschafft hingegen eine eigene Glasfaserleitung einen wichtigen Technologie-Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. So sind Unternehmen direkt mit dem Verteiler verbunden und haben einen eigenen Glasfaseranschluss in der Verteilerstation. Damit sind sie unabhängig von Lastspitzen und dem Bandbreitenbedarf anderer. Die Zukunft kann damit kommen.

Glossar

FTTH

Kurz für Fiber to the Home. Dafür werden Glasfaserkabel bis in die Wohnung verlegt. Gigabit-Geschwindigkeiten sind damit problemlos möglich.

DSL

Das Internet kommt durch die doppeladrigen Kupferkabel aus dem Telefonnetz und wird über elektrische Signale übertragen. DSL ist störungsanfälliger als Internet über Kabel. Außerdem nimmt die Signalstärke mit zunehmender Entfernung vom Verteilerkasten ab.

VDSL

Eine Kombination aus Glasfaserkabeln und Kupferkabeln aus dem Telefonnetz. Mit VDSL 2 sind derzeit bis zu 100 Mbit/s möglich. In Zukunft sollen lediglich auf kurzen Strecken auch Gigabit-Geschwindigkeiten möglich sein.

Latenzzeit

Die technische Verzögerung bei der Datenübertragung wird auch Ping genannt. Gemeint ist damit die Zeit, bis ein Befehl auf dem Server ankommt. Deshalb lautet die Devise: je kleiner der Ping, desto besser.