Unitymedia ist jetzt Teil von Vodafone

Erfahren Sie hier, was das für Sie bedeutet.

KEINE CHANCE
FÜR LEGIONELLEN

Das Unternehmen ACTAQUA entwickelt ein digitales Tool für sauberes Trinkwasser in Immobilien

Wie kann man Mikroorganismen, besonders Legionellen, in Trinkwassersystemen vermeiden? Und wie hält man solche Systeme annähernd wartungsfrei? Das Unternehmen ACTAQUA aus dem badischen Schrießheim bietet dafür eine innovative Lösung, den digitalen Hausmeister PAUL.

Lesedauer: ca. 4 Minuten
 

Haben Sie nicht so viel Zeit? Hier das Wichtigste kurz zusammengefasst:

  • Die Gründer des Unternehmens ACTAQUA verknüpfen ihr Know-how aus dem Sanitärhandwerk mit der Welt der digitalen Daten.
  • Sie haben PAUL entwickelt: ein patentiertes, digitales Steuersystem für Trinkwasseranlagen in Gebäuden.
  • PAUL sorgt mit konstanten Volumenströmen und gleichen Temperaturen in allen Leitungen für die Reinheit des Trinkwassers. 
  • Das preisgekrönte System setzt auf Vernetzung und internetbasierten Datenaustausch.

Die unsichtbare Gefahr: Legionellen

Trinkwasser ist die wohl wertvollste Ressource der Welt. In Deutschland fließt das „blaue Gold“ in bester Qualität aus dem Wasserhahn. Doch ist es wirklich immer uneingeschränkt genießbar? Tatsächlich können insbesondere in Mehrfamilienhäusern Trinkwasseranlagen von Mikroorganismen befallen werden.

Legionellen finden in den Leitungen mitunter ideale Lebensbedingungen vor und können sich – ohne Gegenmaßnahmen – ungebremst vermehren. Dann drohenschwerwiegende Folgen, da Legionellose im Extremfall sogar zum Tod führen kann.

Digitaler Hausmeister für sicheres Trinkwasser

Den Kampf gegen die unsichtbare Gefahr in der Leitung hat sich das Start-up ACTAQUA auf die Fahnen geschrieben: „Unsere Wurzeln liegen im Sanitärbereich, wir haben seit vielen Jahren mit dem Thema Trinkwasserhygiene zu tun“, erklärt Maiko Dufner, Gründer der Firma ACTAQUA. Genau diese Expertise half ihnen, „den digitalen Hausmeister PAUL“ zu entwickeln, der Legionellen keine Chance lässt.

„Legionellen kommen natürlicherweise überall dort vor, wo es Wasser gibt“, erklärt Prof. Martin Exner, Direktor des Institutes für Hygiene und Öffentliche Gesundheit an der Universität Bonn. In geringen Mengen seien sie für den Menschen ungefährlich. Stehendes Wasser mit einer Temperatur zwischen 25 und 55 Grad Celsius biete ihnen jedoch ideale Bedingungen, um sich zu vermehren – und zur Gefahr für den Menschen zu werden. „In Warmwassersystemen sollte man diesen Temperaturbereich daher vermeiden und für eine gleichmäßige Durchströmung sorgen“,

so Exner.

 
Sauberes Trinkwasser: Pflicht für Immobilienbetreuer

Weshalb ist Vorsorge bei Trinkwassersystemen so wichtig?

Vor allem schlecht gewartete Rohrleitungen oder Wasserspeicher bergen damit ein hohes Risiko für die Bildung und Vermehrung von Legionellen. In höheren Konzentrationen können sie gefährliche Infektionen, wie die Legionärskrankheit, auch Legionellose genannt, auslösen. Kinder und ältere Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders gefährdet. Die Erreger verteilen sich über feine Wassertröpfchen, sogenannte Aerosole, in der Luft. So gelangen sie in die Atemwege und in die Lunge, wo sie zum Teil schwere Lungenentzündungen auslösen können. 

 

Warum ist das für Immobilienbetreiber relevant?

Das Robert Koch Institut hat seit der Einführung der Legionellose-Meldepflicht im Jahr 2001 kontinuierlich steigende Zahlen registriert. In den vergangenen Jahren haben sich diese bei rund 600 Erkrankungen jährlich stabilisiert. Deshalb sollten sich Immobilienbetreiber das Gefahrenpotenzial bewusst machen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen.

 

 

Gregor Girolami und Maiko Dufner, Geschäftsführer von ACTAQUA, bei der Datenauswertung einer Trinkwasseranlage mit der zentralen Steuereinheit PAUL

Welche intelligenten Lösungen gibt es?

Für Immobilienbetreiber war es bislang schwierig, in Trinkwassersystemen eine Temperatur von mindestens 55 Grad Celsius dauerhaft zu garantieren und darüber hinaus gemäß Trinkwasserverordnung zu dokumentieren.

Genau für dieses Problem haben die Gründer von ACTAQUA eine Lösung gefunden. In der heutigen Zeit, wo Daten zur wichtigsten Währung werden, lag es für sie nahe, ein Werkzeug zu entwickeln, das das Know-how aus dem Handwerk mit dem Sammeln und Auswerten von Daten verbindet. So entstand der digitale Hausmeister PAUL.

Wie funktioniert PAUL, wie kam es zur Idee und welche Möglichkeiten bietet das System für Immobilienbetreiber? Die Antworten sehen Sie im Video.

 

Geringere Wartungskosten dank Digitalisierung

Zwei Faktoren – eine permanente Flüssigkeitszirkulation im gesamten System und die konstante Trinkwassertemperatur von 65 Grad Celsius – schaffen das große Plus. Desinfektionskosten entfallen, da sich keine Mikroorganismen bilden können. Die Anlage wird in einem konstanten Betrieb ohne Schwankungen geführt. Das Resultat: weniger Verschleiß durch etwaige Kalkablagerungen oder sonstige Rückstände und geringere Instandhaltungskosten, da die Wartung in größeren Abständen durchgeführt werden kann. Laut Geschäftsführer Maiko Dufner bringt PAUL ein Einsparpotential von bis zu 25% der Gesamtkosten. Somit wird die Anlage dank digitaler Unterstützung effizient, hygienisch und nachhaltig betrieben.

Smart Home war gestern. Mit PAUL kommt das Smart Building

Alle Komponenten des Trinkwassersystems werden miteinander sowie mit einer zentralen Steuereinheit vernetzt. Eine Software in der Steuereinheit macht das System intelligent. Und eine schnelle Internetverbindung gewährleistet den bidirektionalen Datenaustausch aus dem und in das Gebäude. Die Geschäftsführer von ACTAQUA schlagen damit die Brücke vom Handwerk ins digitale Zeitalter. 

Gebäudekonnektivität 4.0

Doch damit sind sie nicht die Einzigen: Immer mehr Firmen drängen auf den Smart Building-Markt. Bislang jedoch als Einzelkämpfer ohne Verknüpfungen und Schnittstellen, um weitere Lösungen zu integrieren. Die Folge: Jeder Anbieter braucht sein eigenes Gateway. Unter dem Namen Gebäudekonnektivität 4.0 schafft Unitymedia eine offene, zentrale Plattform für online Anwendungen aller Art: Wartung von Aufzügen und Rauchmeldern, Erfassung von Heizkosten, Schließsysteme – und auch PAUL ist integriert.

“Wir wollen Daten und unser Know-how aus dem Sanitärhandwerk zusammenbringen.”

Maiko Dufner, Geschäftsführer von ACTAQUA

 
Sanitärexperte Maiko Dufner mit digitalen Daten von PAUL auf dem Tablet

Maiko Dufner ist heute nur noch online unterwegs.

ACTAQUA ist sehr erfolgreich. 2018 gewann das Unternehmen für PAUL den Award des Deutschen Fachverbands für Luft- und Wasserhygiene (DFLW)

IoT für eine effiziente Immobilie

Bei ACTAQUA trifft Know-how aus dem Sanitärhandwerk auf das Internet of Things (IoT). Aus dieser Symbiose entsteht eine innovative und effiziente Art der Objektbetreuung. Und PAUL entwickelt sich weiter. Die zentrale Steuereinheit, die aktuell noch im Gebäude verbaut wird, soll bis Ende 2019 in die Cloud verlagert werden. Zudem können die smarten Ventile und Sensoren künftig drahtlos miteinander kommunizieren.

„Es gibt smarte Erzeuger, es gibt smarte Verbraucher. Wir aber kümmern uns um das Dazwischen, wir bringen Intelligenz in die Wegstrecke. PAUL ist ein Teil von Smart Building.“

Maiko Dufner, Geschäftsführer von ACTAQUA

 

Mehr Infos zu den Angeboten von Unitymedia Business finden Sie hier.

Für alle Immobilienbesitzer und Hausverwalter, die digital durchstarten möchten: In unserem Whitepaper erfahren Sie alles Wissenswerte zum Thema Smart Building.

Registrieren Sie sich unten für den Download.

 

#@#e8a10a62-ca7a-44f5-9a2f-282d97291886#@#

Das könnte Sie auch interessieren:

Traditionshandwerk wird digital

Traditionshandwerk wird digital

Auch traditionelle Handwerksbetriebe profitieren von der Digitalisierung. Cloud-Telefonie, schnellere Kundenkommunikation, die Möglichkeiten sind vielfältig.

 
 
Gebäudekonnektivität 4.0

Gebäudekonnektivität 4.0

Unitymedia bietet verschiedene Lösungen zur Gebäudekonnektivität. Diese werden stets weiter ausgebaut. Welche Möglichkeiten bietet Gebäudekonnektivität 4.0?

 
 
Modernisieren leicht gemacht Whitepaper

Modernisieren leicht gemacht

Bei einer sachgemäßen Gebäude-Modernisierung ist einiges zu beachten. Wir verraten in diesem Whitepaper, worauf es ankommt.

 
 
Unitymedia Business Newsletter

Mehr Wissen. Besser entscheiden!

Wir stehen Ihrem Business als verlässlicher Partner zur Seite. Registrieren Sie sich hier für unsere Newsletter und nutzen Sie die Expertise von Unitymedia Business. Lesen Sie jetzt, was Ihr Business voranbringt.